Aufs Timmelsjoch | Nach Moos im Passeier | In den Süden
Auf der Weiterreise nach Meran wartet ein beeindruckender Gegensatz. Zwischen Moos und St. Leonhard zwängt sich die Passer durch tiefe Schluchten. Beim Weiler Gomion weitet sich das Tal und das Klima ist schon mild. Walnuss- und Kastanienbäume kommen ebenso vor wie Buchweizen. Der Hauptort des Passeiertales, St. Leonhard (689 m), liegt an der Abzweigung nach Sterzing über den Jaufenpass (2.097 m). In St. Leonhard, unter der Jaufenburg gelegen, haben anlässlich der Tiroler Freiheitserhebung im Jahre 1809 die letzten Gefechte zwischen Tirolern und Franzosen stattgefunden. Dabei sind über 200 französische Soldaten gefallen, die im sogenannten „Franzosenfriedhof“ am Westrand der Ortschaft begraben liegen. Zwei Kilometer weiter südlich steht das Gasthaus Sandwirt, das Geburtshaus Andreas Hofers. Eine 1899 fertig gestellte Gedenkkapelle und ein Museum erinnern an den Anführer der Tiroler Bauern 1809.
St. Martin, der kleinste Ort des Passeiers, ist an seinem Wahrzeichen, dem oberhalb gelegenen Schildhof Steinhaus zu erkennen. Weiter talauswärts, vorbei an den Siedlungen Kalm und Quellenhof, gelangt man zum Weiler Saltaus. Die wenigen Häuser dort scharen sich um den wuchtigen Schildhof Saltaus. Der Bau – seit Jahrhunderten Gasthaus – wird urkundlich bereits um 1230 erwähnt. Beim bekannten Wallfahrtsort Riffian prägen bereits Weingärten und große Obstanlagen das Landschaftsbild. Unmittelbar vor Meran zweigt eine Straße nach Dorf Tirol ab, dem Ort mit dem Schloss Tirol, das dem Land den Namen gab. Die Passeirerstraße führt weiter durch die üppige Kulturlandschaft unterhalb der alten Zenoburg vorbei hinein in die Kurstadt Meran (330 m). Die alte Landeshauptstadt von Tirol verzaubert den Besucher mit ihren Laubengängen, Palmen und Blumengärten.
Von hier ist es nicht mehr weit zum Gardasee oder zu den Urlaubsorten der Adria.
Voraussichtliche Öffnung erst am 24./25. Mai 2012!
Moos
Timmelsjoch
Routenplaner