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Passmuseum eröffnet

26. June 2010

Nachdem die Segnung bereits im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums der Hochalpenstraße erfolgt ist, konnte das Passmuseum nun endgültig Innen fertig gestellt werden.

Ziemlich spektakulär ist der Anblick, den ein neues Bauwerk am Timmelsjoch in 2.509 m Höhe den Passreisenden bietet. Bei dem „Findling", der auf Nordtiroler Boden steht und 16 Meter nach Süden auskragt, handelt es sich um ein Museum. Für die Gestaltung wurden die Gesteinsformen am Timmelsjoch aufgegriffen. „Es soll keine zusätzliche Farbbelastung auf den Hängen geben. Alle neuen Elemente treten durch die Material- und Farbanpassung in den Hintergrund", erklärt der renommierte Südtiroler Architekt Werner Tscholl das architektonische Konzept. Nach seinen Plänen wurde beispielsweise das „Messner Mountain Museum Sigmundskron" bei Bozen revitalisiert.

Eishöhle
Auch das Innere des „Findlings" hält, was das Passmuseum außen verspricht. Den Besucher erwartet eine „Eishöhle" aus raumhohen Glasformationen. Die darauf gedruckten historischen Bilder (großteils von Ing. Manfred Roilo zur Verfügung gestellt) geben eindrucksvolle Einblicke in den mühevollen Straßenbau und die herausragende Leistung der Pioniere. Kurze, dreisprachige Texte spannen in lockerer Form den roten Faden durch die Geschichte – von der Vision über den Bau bis hin zur Eröffnung 1959 und die Verbindung mit Südtirol 1968. In einem Stalagmit, einer Glasvitrine, ist der historische Straßenaufbau 1:1 nachgebildet. Kaum vorstellbar für die heutige Zeit wurde der gesamte Grundbau der zwölf Kilometer langen Hochgebirgsstraße Stein für Stein mit Hand geschlichtet. Das Gegenstück dazu, ein von der Decke hängender Stalaktit, beherbergt einen weiteren Höhepunkt. Die ausgestellte Fibel (Gewandspange) bezeugt die Begehung des Timmelsjoches 300 vor Christi. Gefunden wurde sie in der Nähe des Joches.

Erlebnisstraße
Das Passmuseum ist Teil des Erlebnisstraßenprojekts „Die Timmelsjoch Erfahrung", das derzeit zwischen Hochgurgl und Moos im Passeier entsteht. „Für das 50-jährige Jubiläum der Hochalpenstraße im Vorjahr wollten wir ein Kleinmuseum verwirklichen. Dann ist die Gemeinde Moos mit Initiatorin Dr. Maria Gufler mit der Idee eines Erlebnisstraßenkonzeptes an uns herangetreten und wir haben das Passmuseum in das Gesamtkonzept integriert", erklären die Vorstände der Timmelsjoch Hochalpenstraße AG, Attila Scheiber und Mag. Manfred Tschopfer. Das Passmuseum und der Granat oberhalb von Moos im Passeier sind die ersten beiden von fünf Architektur-Skulpturen. Bis 2011 folgen noch die Stationen "Fernrohr" auf Südtiroler Seite beim Scheibkopf, der "Schmuggler" bei der Timmelsbachbrücke und der "Steg" bei der Mautstation in Hochgurgl.

Saisonende! Über die Timmelsjoch Hochalpenstraße wurde die offizielle Wintersperre verhängt. Das Motorradmuseum und das Panoramarestaurant haben auch im Winter geöffnet!

 
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