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Ein leuchtender Granat für Moos

31. July 2010

Die Aussichtsplattform mit Infopoint wurde im Zuge des Interreg IV Italien Österreich Programms realisiert. Zur offiziellen Eröffnung kam u.a. der Südtiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Hans Berger.

Der "Granat", die erste Station der „Timmelsjoch Erfahrung" auf Südtiroler Seite, ist fertig. Mit der Aussichtsplattform auf dem Felshang über Moos hat das Hinterpasseier ein neues Wahrzeichen bekommen.
Auf Einladung des Mooser Bürgermeisters Wilhelm Mathias Klotz nahmen u.a. der Südtiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Hans Berger, Projektinitiatorin Dr. Maria Gufler, Timmelsjoch Hochalpenstraße AG-Vorstand Mag. Manfred Tschopfer und zahlreiche geladene Gäste teil. Form und Name des Infopoints sind den geologischen Gesteinsformationen des Passeiers nachempfunden. „Es soll keine zusätzliche Farbbelastung auf den Hängen geben. Alle neuen Elemente treten durch die Material- und Farbanpassung in den Hintergrund", erklärt der renommierte Architekt Werner Tscholl sein Konzept. Er zeichnet beispielsweise auch für die Revitalisierung des „Messner Mountain Museum Sigmundskron" bei Bozen verantwortlich.
 
Kurios und informativ
Während die beleuchtete Aussichtsplattform spektakuläre Ausblicke auf Moos und das hintere Passeiertal eröffnet, dient der begehbare Granat daneben als Schauraum und touristischer Infopoint. Im Inneren erfährt der Besucher allerlei Interessantes über die Besonderheiten des hinteren Passeiertals. Großflächige Bilder und kurze, dreisprachige Texte thematisieren beispielsweise das Heuschießen, den historischen Kummersee im Ortsteil Rabenstein, das neue Bunker-Mooseum im Ortsteil Moos, die höchsten Wasserfälle Südtirols oder Kurioses wie das kinderreichste Dorf Europas namens Stuls. Über eine Internetsäule kann sich der Besucher über die Sehenswürdigkeiten, Nächtigungsmöglichkeiten und Gaststätten des Hinterpasseiers informieren.

Erlebnisstraße „Die Timmelsjoch Erfahrung"
Der Granat ist Teil des Erlebnisstraßenprojekts „Die Timmelsjoch Erfahrung", das derzeit zwischen Moos im Passeier und Hochgurgl entsteht. Gemeinsam mit Architekt Werner Tscholl haben die Gemeinde Moos im Passeier und die Timmelsjoch Hochalpenstraße AG das Konzept zur Musealisierung der Straße entwickelt. „Wir wollen den Passreisenden einen Mehrwert bieten und damit auch nachhaltige wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region schaffen", erklärt die Projektinitiatorin Dr. Maria Gufler, Vizepräsidentin des Tourismusvereins Passeiertal.

Fünf Stationen, ein Erlebnis
Bereits fertig gestellt ist neben dem „Granat" das „Passmuseum" am Timmelsjoch in 2.509 m. Wie ein „Findling" steht es auf Nordtiroler Boden und kragt 16 Meter nach Süden aus – als Symbol für das länderübergreifende Projekt. Innen gibt das Passmuseum eindrucksvolle Einblicke in den mühevollen Straßenbau. 2011 folgen die weiteren Stationen. Das „Fernrohr" unterhalb des Scheibkopfes fokussiert den Blick auf den Naturpark Texelgruppe mit ihren Gletscherriesen und Granatenkogel. Auf Nordtiroler Seite widmet sich der „Schmuggler" bei der Timmelsbachbrücke den traditionsreichen Handelsbeziehungen zwischen Passeier- und Ötztal. Der „Steg" bei der Mautstation ermöglicht schwindelerregende Ausblicke und informiert über Siedlungsgeschichte, Pflanzen- und Tierwelt des hinteren Ötztals. Die Investitionskosten des Gemeinschaftsprojektes der Gemeinde Moos in Passeier und der Timmelsjoch Hochalpenstraße AG innerhalb des Programmes Interreg IV Italien Österreich von insgesamt 1,77 Mio. Euro werden ko-finanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Saisonende! Über die Timmelsjoch Hochalpenstraße wurde die offizielle Wintersperre verhängt. Das Motorradmuseum und das Panoramarestaurant haben auch im Winter geöffnet!

 
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