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Tag der Artenvielfalt

17. June 2014

Das Timmelsjoch ist nicht nur für passionierte Motorrad- und Autofahrer ein Paradies. In den warmen Sommermonaten kommen auch Bergliebhaber im Naturpark Ötztal auf ihre Kosten. Im hochalpinen Gebiet gibt es Einiges zu entdecken. Das Timmelsjoch, das im Naturpark Ötztal liegt, birgt wunderbare Naturschauspiele. Am 16. Juni ist Tag der Artenvielfalt. Auch die Flora und Fauna haben vieles zu diesem Thema zu bieten.

Ein abwechslungsreiches Mosaik hochalpiner Lebensräume

In den tieferen Lagen um das Timmelsjoch prägen vor allem Zwergstrauchheiden das Bild der Landschaft. Rostrote Alpenrosen und Bergwachholder bilden meist eine dichte Strauchschicht, die für Tiere eine ausgezeichnete Versteckmöglichkeit darstellen.

Für die höher gelegenen Stellen des Naturparks Ötztal sind die alpinen Rasen charakteristisch. Hier ist die Krummsegge die Hauptdarstellerin. In der kargen Landschaft finden sich auch Schneetälchen, in denen oft lieblichen Eisglöckchen den Rasen durchziehen. Auch nackter Fels kommt stellenweise zum Vorschein.

Auch im Gletschereis finden sich spektakuläre Naturjuwele. Oft erscheint das kalte Eis rötlich. Diese Färbung kommt von roten Schneekügelchen. Das sind mikroskopisch kleine Algen, sie färben den Schnee rosarot.

Die Königin der Alpen

So wird die Zirbe liebevoll genannt. Sie ist seit der letzten Eiszeit im Alpenraum und somit auch im Ötztal heimisch. Da sie in sehr unwirtlichen Gebieten wächst, ist ihr Wuchs stark von den Witterungseinflüssen geprägt. Die Zirbe ist sehr frosthart und stellt kaum Wärmeansprüche. Deshalb fühlt sie sich vor allem in den westlichen Inneralpen zu Hause. Im Ötztal wachsen Zirben bis auf 2.300m Höhe. Ein Zirbenbaum kann trotz widrigster Umstände bis zu 1.200 Jahre alt werden.

Tierische Helfer

Der Tannenhäher, in Tirol auch Zirmgratsche genannt, ist hauptverantwortlich für die Verbreitung der Zirbe. Der fleißige Sammler deponiert bis zu 100.000 Zirbennüssen als Vorrat für den Winter unter der Erde. Den Großteil seines Vorrats findet er selbst unter einer 40 cm dicken Schneedecke. Die Nüsse, die er nicht findet, keimen aus und tragen so zur natürlichen Lawinenverbauung bei.

 

Stolze Steinböcke, scheue Murmeltiere und perfekt getarnte Schneehühner

Am Timmelsjoch findet der Steinbock seinen perfekten Lebensraum. Zwischen der Baum- und der Eisgrenze bewegt sich dieses edle Tier. Auch die Murmeltiere fühlen sich hier pudelwohl. Das beweist die muntere Population der Nager am Timmelsjoch. Zu sehen bekommt man sie selten, doch oft hört man den schrillen Warnpfiff der scheuen Tierchen. Schneehasen tummeln sich ebenfalls in den schwindligen Höhen des Naturparks. Sie sind allerdings nachtaktiv, bei Tag wird man ihnen nicht begegnen. Das Schneehuhn wechselt sein Federkleid 3 x im Jahr. Somit ist es zu jeder Jahreszeit perfekt getarnt. Schaut man allerdings genau hin, kann es schon sein, dass man das eine oder andere Huhn entdeckt.

 

Weiter Informationen zum Naturpark Ötztal finden Sie hier: http://www.naturpark-oetztal.at/.

Saisonende! Über die Timmelsjoch Hochalpenstraße wurde die offizielle Wintersperre verhängt. Das Motorradmuseum und das Panoramarestaurant haben auch im Winter geöffnet!

 
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