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Die Königin der Alpen

16. October 2014

So wird die Zirbe liebevoll genannt. Dieser Baum wächst in sehr unwirtlichen Gebieten. Deshalb ist der Wuchs stark von den Witterungseinflüssen geprägt.

Doch die Zirbe trotzt den widrigen Umständen und dann bis zu 1.000 Jahre alt werden. Ihr Holz wird zum Möbelbau und als Schnittholz verwendet. Der berühmte Zirbenlikör wird aus den Zapfen und Samen hergestellt.

Hart im nehmen
Die Zirbe gibt dem Wort winterhart eine neue Bedeutung. Sie hält bis zu minus 40°C stand und ist somit der forsthärteste Baum der Alpen. In Höhenlagen von 1.300 bis 2.850 Meter kommt es im Winter nicht selten zu Lawinen und im Sommer zu Blitzschlägen. Trotz dieser ungünstigen Bedienungen gehört die Zirbe zu den immergrünen Bäumen. Freistehende Zirben und Altbäume sind von den unwirtlichen Bedingungen gezeichnet. Sie wachsen meist in bizarren Formen krummschäftig oder mehrstämmig. Durch die Belastung von Schnee, Wind und Wetter sind sie häufig tief und kräftig beastet.
 
Das ungleiche Paar
Der Tannenhäher, in Tirol auch Zirmgratsche genannt, und die Zirbe helfen sich gegenseitig. Ist der Vogel mit dem langen Schnabel doch hauptverantwortlich für die Verbreitung der Zirbe. Der fleißige Sammler verscharrt bis zu 100.000 Zirbennüssen als Vorrat für den Winter unter der Erde. Den Großteil seines Vorrats findet er selbst unter einer 40 cm dicken Schneedecke. Die Nüsse, die er nicht findet, keimen aus und tragen so zur natürlichen Lawinenverbauung und Verjüngung des Baumbestandes bei.
 
Der weiche Kern
Zirbenholz ist das leichteste Holz der heimischen Holzarten. Die Verwendung im Möbelbau hat in manchen Teilen der Alpen eine lange Tradition. Da das Holz besonders weich und leicht ist, eignet es sich hervorragend für Schnitzarbeiten und Einrichtungsgegenstände. Zirbenholz lässt sich aber nicht nur hervorragend bearbeiten. Der Duft der Zirbe hält Insekten fern. Für Menschen ist er der süßliche Geruch sehr angenehm und steigert das Wohlbefinden. Wissenschaftlich erwiesen wirken sich Schlafzimmermöbel aus Zirbenholz positiv auf den Schlaf aus. Der Puls verlangsamt sich und das Herz „spart" sich über Nacht rund eine Stunde „Arbeit". Solcherart harmonisiert die Zirbe das allgemeine Wohlbefinden deutlich.
 
Zirbenwanderungen in Obergurgl
Ganz in der Nähe vom Timmelsjoch auf einer Höhe von 1950 m – 2100 m ist eine Wanderung durch den „Obergurgler Zirbenwald" möglich. Der Erlebnisweg ist 2,1 km lang und führt an den ältesten Zirben des Ötztals vorbei. Dieser Ausflug ist ein Erlebnis für die Sinne. Der Duft der Bäume betört die Nase und die wunderbare Aussicht verschlägt einem den Atem.

Noch mehr Informationen finden Sie hier: http://www.naturpark-oetztal.at/

Saisonende! Über die Timmelsjoch Hochalpenstraße wurde die offizielle Wintersperre verhängt. Das Motorradmuseum und das Panoramarestaurant haben auch im Winter geöffnet!

 
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