Thomas Santer: Der Straßenmeister erzählt
Thomas Santer hat Robert Pixner im Vorjahr als Straßenmeister der Timmelsjoch Hochalpenstraße AG abgelöst. Höchste Zeit, ihn vorzustellen und besser kennen zu lernen.
Name: Thomas Santner
Alter: 44 Jahre
Wohnhaft: Zwieselstein (Entfernung zum Timmelsjoch: 24,3 km)
Was sind deine ersten Erinnerungen an das Timmelsjoch?
Schon als kleiner „Bua“, mit vier oder fünf Jahren, habe ich meinen Vater auf das Timmelsjoch begleitet, um nach den trockenstehenden Kühen zu schauen. Auch machten wir oft Sonntagsausflüge ins benachbarte Südtirol – damals gab es sogar noch Grenzkontrollen.

Thomas, du bist seit 2006 am Timmelsjoch beschäftigt und seit 2025 Straßenmeister – war das dein Traumberuf?
Eigentlich schon! Früher war ich im Gastgewerbe tätig, aber als ich einen Job suchte, der sich besser mit der Landwirtschaft vereinen lässt, bin ich vor 20 Jahren gerne ans Timmelsjoch gekommen – praktisch als Nachfolger meines leider verunglückten Onkels. 2025 durfte ich Robert Pixner als Straßenmeister nachfolgen – eine Herausforderung, die mir sehr gefällt.
Was sind deine Aufgaben?
Mein Team und ich sind für die Straßenerhaltung – von der Asphaltierung bis hin zum Nachziehen der weißen Farbmarkierungen – den Bauhof und die Geräte zuständig. Ein Highlight ist natürlich die Schneeräumung jedes Frühjahr. Das Schöne daran – die einzigartige Ruhe, die dann noch am Berg herrscht.

Wie oft fährst du die Passstraße hinauf?
Wir machen morgens und abends je eine Kontrollfahrt und fahren auch mittags einmal die Straße ab. Da kommen schon ein paar Kilometer zusammen (lacht).
Was wissen viele Leute nicht über deinen Arbeitsort?
Ich denke, dass vielen Touristen nicht bewusst ist, dass das Timmelsjoch eine Wetterscheide ist. Am Hauptkamm bleibt das Wetter oft regelrecht „stehen“ -oben ist es nebelig, während im Tal strahlender Sonnenschein herrscht.
Wer sind deine liebsten Bergbewohner?
Als Landwirt natürlich die Ziegen, Schafe und Kühe. Vor allem die Kühe sind oft in der Nähe der Straße zu finden und es geht mir das Herz auf zu sehen, wie sie ihre Sommerfrische genießen. Nicht zu vergessen die Murmeltiere – sie sind lustig und erstaunlich zutraulich.

Zum Abschluss: Was macht ein Straßenmeister im Winter?
Ich bin Skilehrer – was sonst? Wer die Berge liebt, ist mit ihnen im Sommer und im Winter eng verbunden.

