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Vom Timmelsjoch zu Europas höchstem Bergwerk

Mehr als 800 Jahre lang wurde am Schneeberg in 2.355 m Höhe – unweit des Timmelsjochs – nach Erz geschürft. Anfangs mit Schlägel und Eisen, später mit Schwarzpulver und Dynamit. Der Erfolg blieb dabei nicht aus: Silber, silberhaltige Bleierze, Kupfererze und zu guter Letzt Zinkblende wurden am Schneeberg abgebaut. Am Höhepunkt suchten in Europas höchstem Bergwerk 1.000 Knappen in 70 Stollen nach den Bodenschätzen.

Wie in alten Zeiten ist der Schneeberg auch heute nur zu Fuß erreichbar. Vier Wege führen von der Timmelsjochstraße zum Schneeberg. Die Gehzeit beträgt je nach Weg zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. Gestartet werden kann bei der Schneebergbrücke, den Platterköfeln, beim Gasthaus Schönau oder der Timmelsbrücke. Ein besonderes Highlight ist der Erlebnispfad oberhalb der Öss-Alm. Er führt am Mundloch des Karlstollens und dem Schneeberger See vorbei. Weitere Infos zu den Aufstiegen von der Timmelsjochstraße aus:
http://schneeberg.org/deutsch/wandergebiet/passeiertal/


Umstrittene Wurzeln

Der erste Beweis für die Bergbautätigkeit im Schneeberg ist eine kleine Notiz. Im Jahr 1237 hält ein Notar aus Bozen fest, dass einige Schwerter mit „gutem Silber vom Schneeberg“ bezahlt wurden. Der Schneeberg muss damals einen überregionalen Bekanntheitsgrad und seine Produkte einen ausgezeichneten Ruf genossen haben. Doch der Ursprung des Bergbaus am Schneeberg verliert sich im Dunkeln. Einzelne Kupferlöcher lassen auf Bergbautätigkeit in prähistorischer Zeit schießen. Ein weiterer Fund verstärkt diese Möglichkeit: Ötzi, der Mann aus dem Eis, wurde nur 25 km vom Schneeberg entfernt gefunden. Unter seinen Habseligkeiten: mehrere Gegenstände aus Kupfer.


St. Martin – das einsame Knappendorf

In der ehemals höchsten Dauersiedlung Europas, St. Martin, lebten damals bis zu 1.000 Menschen: 2.355 m über dem Meeresspiegel, weit über der Waldgrenze, völlig isoliert. Die Winter auf dieser Höhe dauerten neun Monate. Auch im Sommer blieben die Temperaturen bescheiden. Die Versorgung und das Konfliktpotential innerhalb der abgeschiedenen Gemeinschaft wurden mit den Jahren zunehmend zum Problem. Deshalb übersiedelten die Knappen samt ihren Familien 1960 in die Gemeinde Maiern am Ende des Ridnauntals. Dort wurde der Bergbau weiterbetrieben – allerdings nicht lange. 1985 folgte die endgültige Schließung des Bergwerks.


Bergbaumuseum

Am Ende des Ridnauntals, wo einst das neue Knappendorf angesiedelt wurde, befindet sich heute das Südtiroler Bergbaumuseum. Auf vier Standorten bietet das Abenteuermuseum Erlebnisse für Groß und Klein. Am Standort Schneeberg ist eine Dauerausstellung rund um die Geschichte des Bergbauareals zu finden. Auch das ehemalige Knappendorf am Hochplateau kann mittels Lehrpfaden erkundet werden.

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